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boat people projekt

Nina de la Chevallerie, Regisseurin, und Luise Rist, Autorin und Dramaturgin, sind die Gründerinnen des boat people projekt. Unter diesem Label ( Mitglied im Landesverband Freier Theater in Niedersachsen e. V.) schreiben und inszenieren sie Theaterstücke.

boat people projekt steht für Theaterproduktionen, in denen wir Menschen nachspüren, die sich auf der Flucht befinden. Der Begriff  boat people wurde in den 1970er Jahren aus dem amerikanischen Sprachgebrauch übernommen. Er bezeichnet ursprünglich die in der Folge des Vietnamkriegs aus Südostasien geflohene Menschen, zumeist vietnamesischer Herkunft. Heute wird er auch für Personen in anderen Weltregionen verwendet, die in Booten über das Meer fliehen.

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Unsere Theaterstücke sind politisch, weil sie konkrete Ereignisse und Geschichten von Flüchtenden erzählen. Unsere Theaterstücke sind poetisch, weil wir das dokumentarische Material zu einer Fiktion verdichten

Die Beschäftigung mit Fluchtwegen, mit der Lebenssituation von Flüchtlingen, mit der Frage nach Identität im Illegalen führt uns auf Wege und fruchtbare Umwege. Mittlerweile haben wir ein großes Netzwerk,  zu dem einige politische, soziale und kulturelle  Einrichtungen gehören, sowie Menschen in unserer Umgebung, in anderen Städten Deutschlands und anderen Ländern. Wir sind im Kontakt mit vielen Flüchtlingen, ein paar von ihnen spielen bei unseren Produktionen mit. Seit der Produktion LAMPEDUSA besteht ein afrikanisch-europäisches Ensemble, mit dem wir zur Zeit am neuen Stück KEINSTERNHOTEL proben.

Geplant ist nach LAMPEDUSA (2009) und KEINSTERNHOTEL (2010) ein drittes Stück zum Thema Flucht, das voraussichtlich 2011 in Kinshasa realisiert wird.